Rømø als die südlichste der dänischen Wattenmeerinseln und nur sechs km nördlich von Sylt, ist gemeinsam mit ihren Nachbarinnen Fanø und Mandø schon seit Jahrzehnten eine der bei deutschen Urlaubern beliebtesten Ferienregionen. Ihre über den Rømødæmningen (Rømø-Damm) grenznahe und per PKW leicht erreichbare Lage, die nicht enden wollenden Strandabschnitte Havsand und Juvre Sand sowie die riesige Auswahl an Ferienhäusern und Ferienwohnungen in den Inselgemeinden Juvre, Toftum, Bolilmark, Lakolk, Kongsmark, Kirkeby, Vråby, Østerby, Mølby, Sønderby und Havneby sind neben vielen anderen dafür überzeugende Argumente.
Das knapp 130 km² große Eiland ist natürlich vor allem in den warmen Sommermonaten ein gut besuchter Schauplatz für Badespaß und Strandleben aller Art, speziell Familien mit Kindern schätzen das reichhaltige Angebot an flach abfallenden und zum Planschen geeigneten Stränden wie bei Lakolk und den Hemmet Strand beim Ringkøbing Fjord. Der Sønderstrand bei Havneby hingegen ist ein Eldorado für Kitebuggy- und Strandseglerfans, erstere können dort auch direkt gemietet werden. In Lakolk findet darüber hinaus jedes Jahr am ersten Wochenende im September eines der größten und überregional bekannten Drachenfestivals Europas mit mehreren tausend Teilnehmern statt.
Doch nicht nur Sonne, Strand und Sommer sowie viele regelmäßige Veranstaltungen, wie das Jazz-Festival „Rømø-Jazz“ im Juni und das große Motorradtreffen zu Pfingsten, bietet die Insel ihren Besuchern. In Hinblick auf Kultur, Sport und Unterhaltung ist Rømø auch im Herbst und Winter ein empfehlenswertes Reiseziel mit zahlreichen Attraktionen: So finden z.B. Angler auch bei geringeren Temperaturen ihr Glück an den bekannten Fanggründen des Angelsees im nördlichen Teil, Ornithologen und Vogelliebhaber lieben das Naturschauspiel der „Schwarzen Sonne“ im Herbst und Frühling, wenn bis zu einer Million Stare am Damm nach Rømø den sonst leuchtenden Planeten verdunkeln und große wie kleine Reiter und Pferdefreunde können sich auf der Ponyfarm der Insel, beim ganzjährig geöffneten Reitcenter Kommandørgårdens mit 35 isländischen Pferden sowie beim Pferdehof der Familie Thomsen voll und ganz ihrer Leidenschaft hingeben.
Ein sehr aktueller Anlass, um die Insel und ihre weiteren Sehenswürdigkeiten wie den Kommandørgården („Kommandeurshof“), „Toftum Skole“ als die kleinste und älteste Schule Dänemarks, den Krabbenfischerhafen von Havneby und vor allem das Naturcenter Tønnisgård mit seinen vielen lehrreichen Veranstaltungen zu besuchen, ist auch das alljährlich am 21. Februar begangene Fest „Pers Awten“, welches schon seit der damaligen Blütezeit des hiesigen Walfangs zelebriert wird. Rømø war im 17. und 18. Jahrhundert eines der wichtigsten Zentren der Jagd nach den Meeressäugern; bis zu 40 von der Insel stammende Kommandeure befehligten zeitweise die Jagdboote auf ihren gefährlichen Fahrten nach Grönland. Wie bei dem nord- und ostfriesischen „Bikebrennen“ diesseits der Grenze auch, entzünden die Einheimischen dann riesige Strandfeuer, um an die seinerzeitige Verabschiedung der Walfänger zu erinnern. Livemusik, Tanz, Folklore und der Genuss typischer regionaler Speisen wie z.B. Grünkohl, Fisch und Meeresfrüchte unterstreichen das Fest kulinarisch. „Pers Awten“, was auf deutsch „Peters Abend“ bedeutet, symbolisierte nicht nur das Ende der Winterpause für die Walfänger und den nahenden Frühlingsbeginn – der Name deutet auch auf den ironisch-satirischen Brauch hin, dass früher vielerorts Strohpuppen, die den Papst darstellen sollten in den Feuern verbrannt wurden, um somit den folgenden Feiertag „Kathedra Petri“ der Katholischen Kirche, die von den Friesen lange nicht akzeptiert wurde, zu verhöhnen.


Es ist wirklich wunderbar, dass eine solche kulturelle Veranstaltungen stattfinden.